Projektpräsentation im Pflegeportal: Zu viele Köche verderben den Brei?!

station24

Das Fachportal für Angehörige der Pflegeberufe „Station24“ hat einen ausführlichen Beitrag zum ProMmt-Projekt veröffentlicht. Unter der Ãœberschrift „Zu viele Köche verderben den Brei?!“ skizziert Stefanie Kortekamp, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Gesundheitswirtschaft und -recht der Fachhochschule Frankfurt am Main, die aktuelle Situation des Medikationsmanagements in der Versorgung von Heimbewohnern und stellt den Ansatz des Forschungsprojekts dar. Ergänzt wird der Fachbeitrag durch ein Interview mit Kortekamp, in dem sie die Hintergründe und Ziele des ProMmt-Projekts erläutert.

Lesen Sie den vollständigen Beitrag:
https://www.station24.de/exklusiv/-/content/detail/1067293

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Symposium: Medikationsmanagement im Heim – Solisten in Teamarbeit?

Symposium_Teamarbeit der SolistenSchnittstellenprobleme bei der Arzneimittelversorgung alter Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen standen im Mittelpunkt eines Symposiums des Zentrums für Gesundheitswirtschaft und -recht (ZGWR). Unter dem Titel „Medikationsmanagement im Heim: Solisten in Teamarbeit?“ diskutierten Patientenvertreter, Ärzte, Apotheker und Pflegeverantwortliche mit Vertretern der Wissenschaft und Teilnehmern aus dem Gesundheitswesen die aktuelle Lage und zeigten Lösungsmöglichkeiten auf.

„Die nach Institutionen, Berufsgruppen und Kostenträgern segmentierte Arzneimittelversorgung im Heim wird den ganzheitlichen Therapieansprüchen der Heimbewohner nicht gerecht und sollte durch einen patientenzentriert optimierten Medikationsprozess ersetzt werden“ resümierte Hilko Meyer, Professor an der Fachhochschule Frankfurt am Main. Er kündigte ein interdisziplinäres Forschungs- und Entwicklungsprojekt für ein fach- und sektorenübergreifendes Prozessmodell an, das in enger Zusammenarbeit mit Praxispartnern durchgeführt werden soll.

Stefanie Kortekamp, wissenschaftliche Mitarbeiterin am ZGWR, stellte das Forschungsprojekt „Prozessoptimierung im Medikationsmanagement unter besonderer Berücksichtigung der Arzneimittelversorgung in Alten- und Pflegeeinrichtungen“ (ProMmt) vor, das sich derzeit in der Initiierungsphase befinde. Ziel des interdisziplinären Forschungsprojekts sei die Entwicklung eines tragfähigen Prozessmodells zur strukturierten Zusammenarbeit der Beteiligten der Arzneimitteltherapie in stationären Pflegeinrichtungen, das bei erfolgreicher Umsetzung auch als Prototyp für das Medikationsmanagement in der ambulanten Versorgung dienen könne. Sie forderte die anwesenden Ärzte, Apotheker und Pflegeverantwortlichen auf, ihr Interesse an einer Kooperation zu bekunden, wenn sie als Praxispartner in die weitere Projektarbeit einbezogen werden wollten.

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Ziel des Forschungsprojekts

Ziel des Forschungsprojekts ist die Entwicklung eines tragfähigen Prozessmodells zur strukturierten Zusammenarbeit der Beteiligten an der Arzneimitteltherapie in stationären Pflegeinrichtungen. Das zu entwickelnde Modell nimmt eine strikt patientenzentrierte, interdisziplinäre und sektorenübergreifende Perspektive ein , wird in der Praxis evaluiert und dient als Prototyp für das Medikationsmanagement bei Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen, um deren Lebensqualität nachhaltig zu verbessern . Gegenstand des Vorhabens ist die Ist-Analyse aller Medikationsprozesse in Einrichtungen der Kooperationspartner, incl. Fakten- und Schwachstellenanalysen.

Es ist als klassisches Optimierungsprojekt unter Anwendung von Benchmarkingmethoden angelegt und wird in Form eines iterativen Phasenmodells durchgeführt. Die Ergebnisse werden während des laufenden Projektes in die Praxis der Kooperationspartner einfließen und dort zur Prozessoptimierung beitragen. Für die Projektpartner ergibt sich ein qualitativ hochwertiges Geschäftsmodell, das einen Wettbewerbsvorteil generiert.

Das Prozessmodell wird der Fachöffentlichkeit vorgestellt, steht bestehenden Kompetenznetzen zur Verfügung und dient der Etablierung neuer institutioneller Wissenschaft-Praxis-Kooperationen. Die Aufarbeitung der gewonnenen Erkenntnisse inkl. des Modellprozesses werden in die gesundheitspolitische Diskussion zur Weiterentwicklung der Arzneimitteltherapiesicherheit multimorbider, polypharmazierter Patienten eingebracht.

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